Donnerstag, 27. Oktober 2011

Putten, Nebensache?

Sicher nicht, auch wenn bei Turnieren oft dieser Eindruck entsteht. Ein grosser Golfpro sagte mal: "Mit einem langen Drive kannst du brillieren und mit einem eingelochten Putt verdienst du Geld" Daraus lässt sich schliessen, dass ein Golfpro, wenn er auf der Tour spielt, mit putten sich und seiner Familie den Lebensstandard reguliert. Etwas deutlicher, 2,3 versiebelte Putt`s auf der PGA Tour können leicht eine halbe Million Dollars haben oder nicht haben bedeuten. Sicher besteht Golf nicht nur aus putten.
Trotzdem ist es so: Ein schlechter Drive kann mit einem sauberen Rettungsschlag aus dem "Dschungel" gedeichselt werden. Oder ein miserables gespieltes Wedges an den Rand des Grün, kann mit einem präzisen Putt das Par noch gerettet werden. Aber ein lausiger Putt kostet unwiderruflich 1-2 Punkte. Ich habe bei Spitzenspieler auch schon Schlimmeres beobachtet. Übrigens die am bestverdienenden Sport Trainer sind gute Putt - Psychologen.
So nun kommen wir nach dem einleitendem Golf Thema "putten", zu meiner persönliche Putt - Philosophie im Discgolf. Einmal abgesehen von der Höhe der Preisgelder gilt das gesagte auch für uns Discgolfer. Jeder schlechte Wurf kann durch einen folgenden Guten ausgebügelt werden, ausser dem Putt.
Schon bald, nach dem ich 2006 im Sommer Discgolf kennen lernte, erkannte ich die Wichtigkeit des Puttens. Da ich einige Jahre wettkampfmässig Pistolen geschossen hatte und unter anderem der ehemalige Trainer der Nationalmannschaft der Sowjetunion eine Woche lang mein Lehrer war, weis ich einiges über Routine, " Muskelgedächnis", Visualisieren, Selbstbewusstsein, Entspannungstechniken unter Stess. Nun kommen jedoch einige "Aber" die ich versuchen muss zu kompensieren.

  1. Meine Kraft ist noch ca 1/3 der Kraft als ich etwa 35 Jahre alt war.
  2. Mein Hangelenk ist beruflicht bedingt versteift und die Amplitude ist sehr klein.
  3. Meine Fähigkeit das Gleichgewicht zu halten ist mit dem Alter schlechter geworden (besonders auf einem Bein) 
  4. Die Fähigkeit etwas Neues zu erlernen und zu behalten hat sehr stark nachgelassen.
Also fallen einige Lehrbuchmeinungen hier schon mal flach. Zum Beispiel die Stellung bei der Endphase des Wurfs, etwa wie ein Storch, wenn er der Hebamme gratuliert. Wenn ich früher mal in dieser Stellung Pistole geschossen hätte, wäre ich vermutlich noch heute in einer Psychiatrischen Klink. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Was hier steht gilt nur für mich, soll jedoch jeden Sportler dazu anregen eigene Überlegungen zu machen, denn jeder Mensch ist anders und nicht alles was ungeprüft weiter gesagt wird, ist richtig.
So, nun Schritt für Schritt wie ich mir das Putte vorstelle und warum! Wir sind immer noch bei meiner Theorie. Und die erhält ihren Wert erst durch die Praxis.

Stand: Ca 45° offen zum Korb. Beine stabil gegrätscht. (Horizontal und Vertikal die stabilste Stellung) Oberkörper so weit nach vorn gebeugt, dass die Wurflinie mit meinem Leitauge übereinstimmt. (Tunnelblick und Visualisierung und Flug sind in Übereinstimmung.) Beide Beine sind gleichmässig belastet.






Wurfbewegung: Start beim linken Oberschenkel knapp ob dem Knie. Beide Hände führen die Scheibe mit gestreckten Armen zur Korbstange (nur einmal "anmalen" und nur bis zum Zielpunkt) Die linke Hand richtet die Scheibe horizontal aus. (linker Rand etwas höher.) Nun gehen die Hände wieder in die Startposition aber nicht mehr in einem vertikalen Bogen, sondern genau in einer geraden Linie. (Visualisierung: Holzstab, vom Oberschenkel bis zum Korb, den ich zurück und wieder Richtung Korb mit Schmirgeltuch bearbeite. Schön gerade mit kontinuierlich steigerndem Tempo) Der Wurf erfolg genau unter meiner visualisierten Ziellinie in leichter Anhyzer Lage. Handgelenk ist abgeknickt, Zeigefinger am Scheibenrand, Daumen oben, restliche Finger unten. Ausser beim Zeigefinger sind nur die Fingerspitzen in Kontakt mit der Scheibe. Die Scheibe wird so früh wie möglich, gleichzeitig mit einem Handgelenk -Schlenker losgelassen.(Grund: Je länger der Weg, desto grösser die Auswirkung der Fehler.) Die Länge des Weges für die Beschleunigung richtet sich nach der Distanz zum Korb.
Was macht während des Wurfs der Körper? Der Körper geht immer so weit mit, dass der sichere 2 Beinstand nicht verlassen wird.( Am Schluss bleibt links nur noch die Fussspitze am Boden.) ( Visualisierung: Wenn sich der Körper vom Korb zurück bewegt wird mit dem verlängerten Rücken eine starke Feder gespannt. Bei der Bewegung Richtung Korb unterstützt die Feder explosionsartig den Schwung.)
Werden diese komplexen Bewegungsabläufe korrekt ausgeführt fliegt die Scheibe in einer leichten S Linie in den Korb. Jeder Treffe ist ein Stein der das Selbstvertrauen aufbaut.
Mit einem täglichen intensiven Training (100-150 Putts) kann ein sogenanntes "Muskelgedächtnis" aufbaut werden. Wichtig dabei ist, dass nicht Fehler programmiert werden. Immer nach 2 hintereinander erfolgten Fehlwürfe unterbrechen und Fehler suchen.
Um das Erlernte in den Wettkampf Stress hinüber zu bringe braucht es die Puttroutine, was nichts Anderes bedeute, als immer genau auf die selbe Art zu Putten. Wer beim Einputte  vor dem Wettkampf die Kadenz eines MG 51 praktiziert und später im Wettkampf bei einem entscheidenden Putt so lange in der gespannten Position verharrt, so dass man nicht sicher ist ob er sich noch konzentriert oder schon eingeschlafen ist, hat keine Puttroutine. Auch das kann funktionieren, aber aus Erfahrung sicher nicht bei mir. Wichtig für die Routine ist das Startsignal an den Körper damit der automatische Ablauf sauber abläuft. Etwas noch ganz Bewusstes (Beispiel: den Putter küssen) Mein Start: Ich positioniere meine Füsse möglichst immer genau gleich zum Korb.

In den 5 Jahren habe ich nur einmal diese theoretischen Überlegungen verlassen. Es ging tüchtig in  Hosen und nicht in den Korb. Etwa nach 2 Monaten hatte ich zurück gefunden.
Das Wichtigse zum Schluss. Der Wunsch die Scheibe in den Korb zu legen muss übermächtig sein, und die folgende Ausführungen entschlossen und ohne Zögern.
An schlechten Tagen nicht mit dem Schicksal hadern, sonder zurückerinnern an die besten Tage und dabei richtig erinnern "ich kann putten!"

Samstag, 22. Oktober 2011

Meine musikalische Welt # 2 / Erste Investitionen

So im Bereich Ende 8. Schuljahr, war der Übergang, da ich mein sauer verdientes Löhnchen nicht mehr in Schusswaffen, sondern zum ersten Mal in eine Schellack - Schallplatte investierte. Unten läuft eine Schwester dieses ersten zerbrechlichen Ding`s.



Wir hatten natürlich noch keinen so moderner Plattenwechselautomat, sondern einen Ding mit einem Pick - up wie eine Keule mit Stahlnadeln zum wechseln. Vermutlich wurden diese Keulen später nicht mehr produziert weil zu viele Ehestreitigkeiten schlagartig damit beendet wurden. Als die erste Platte etwa 5gr leichter war und sich in der Umgebung des Paillard Radio - Phonokombi schwarzer Staub ablagerte, erstand ich die 2. Platte. Damals noch ein sehr rarer Artikel eine der ersten Singel aus Vinyl. Inzwischen posteten meine Brüder einen modenen Plattenspieler, der auch mit 45 und 33 1/3 Touren lief.
Schon bald folgte eine, für den Musikhausbesitzer Schneeberger, nerven -aufreibende Langspielplatten Evaluation. Immer wieder nach der Schule versuchte ich mein Vermögen in eine Langspielplatte anzulegen. Zuletzt blieben lange, sehr lange 2 Stück in der Auswahl. Etwa 1 Monat später erstand ich dieses gute Stück.

 
 Da ich mit Otto Manhart befreundet und dessen Bruder in Langenthal ein Musik und Radiogeschäft betrieb, waren wir Zwei oft nachts um 12 Uhr noch im Geschäft anzutreffen. Mein Stiftenlohn war bescheiden, deswegen musste jeder Kauf gut "überhöhrt" werden.
Gegen ende der Lehre träumte ich von einem eigenen " Musikwerkzeug" und kaufte auf Abzahlung dieses, für Ende 50er Jahre, sehr schön gestaltest Kombi.

Braun SK 4 (Link zu Radiomuseum)


 Schon etwas früher erstand ich für einen Fünfliber eine Gitarre. Der Grund des massiven Preisnachlasses war ein total hochgekrümmter Hals. Zwei Ideen gingen in meinem Kopf herum: Den gekrümmte Gitarrenhals gerade richten und mit einer Manschette aus Alublech verstärken. Als Zweites den Mädchen mit Gesang und Geklimper den Kopf zu verdrehen und beides habe ich zielorientiert verwirklicht.


An solchen Auftritten war Elvis nicht ganz unschuldig. Aber Gott sei dank blieb bei der Gitarre der Hals gerade und bei dem Mädchen nicht.( Beachte Einzahl) Dabei war die Urtelsfähigkeit bei ihr, betreffs meiner " Tätlichkeit," stark Rosa gefärbt.
Später beschränkte sich der Angriff auf die Bevölkerung mit meiner Stimme unterstützt von meinen 6 Saitigen "Waffen", (weitere Gitarren, Ukulele, Banjo und Waschbrett folgten)  auf firmeninterne Anlässe. Ein einziges Mal nahm ich, anlässlich eines volkstümlichen Trachten und Jodlerfest in Ursenbach, an einem JKMI Abend teil und gewann mit meinem Hühnerstall Blues den 1. Rang. Da meines Wissens keine Aufzeichnung von diesem " Werk" vorhanden ist, hier ein ganz neues Remake.


Bei den Musikanlagen tauchte der Begriff HiFi auf. Auch ich ging mit der Zeit und erstand in Zeitabständen noch 2 Braun - Anlagen. Link: Die 1. und Die 2.
Das 1. Lautsprecherpaar, das ich erstand, hängt immer noch in der Stube. Nur die Anlage ist ein japanisches/holländisches  Gemisch.(Marantz, Onkyo, Pioneer und Philips)
Sie steht aber immer noch genau an der selben Stelle an der einst 1946 der Paillard Grammophon - Radio Kombi mit 20 Rappen - Automat von meinem Vater hingestellt wurde. Auf dieser Websites findet man das schöne Stück:http://www.radiomuseum.org/r/paillard_3301g.html

Freitag, 2. September 2011

Meine musikalische Welt #1 / Wie meine Ohren geprägt wurden

Ein Nachbar Sohn, Alfred Widmer spielte recht gut Gitarre. Ich schätze es war so etwa 1947, es war Sommer, einer der Heissesten des Jahrhunderts. Am Abend vor Sonnenuntergang ging Alfred oder " Fredu" wie er genannt wurde, mit Gitarre und 3 -4 gleichaltrige Burschen aus dem Oberhard, Richtung Burri - Grube. Diese Kiesgrube lag so etwa auf dem halben Weg, von unserem Haus zur heutigen Discgolfanlage Hard. Als "Erstiklässler" wusste ich, jetzt gibt`s Chorgesang mit Gitarrebegleitung. Heimlich schlich ich so nahe wie möglich, ohne gesehen zu werden. Meistens musste ich nicht lange warten bis mein Lieblingslied  erklang : " An den Ufern des Mexiko Rivers"
https://youtu.be/II5Kjund1E4

Das bei dieser Darbietung von Zeit zu Zeit eine Sprosse in der Tonleiter fehlte, störte mich nicht im geringsten. Ich genoss es und wusste: Wenn sie mich erwischen, kann mich Mutter nicht mehr frühzeitig ins Bett schmeissen, dazu war es schon viel zu spät.

Vielleicht 1-2 Jahr später - wir hörten am Montagabend immer das Wunschkonzert - erklingt dieselbe Melodie aber viiiiiiel schöner
ttps://youtu.be/z1-QLr6aBaw

und erst noch auf Englisch, der Sprache der GI`s, die ja bekanntlich Europa gerettet hatten oder zumingst doch Kaugummi, Schokolade und Nylonstrümpfe an Kinder verteilt hatten - und Damen. Nicht Damen an Kind.......sie wissen schon wie ich`s meine. Der Titel meines neuen Liebling erfuhr ich irgendwann viel später. Wichtiger war, meine Ohren erhielten die erste Prägung, eine Hillbillyprägung. (das Wort Country als Musikrichtung gab`s noch lange nicht) Dazu kommt, dass die Zeit des Buchstabierens vorbei war und das Eintauchen, via Groschenhefte, in die abenteuerliche Welt der Cowboys und Indianer, hatte begonnen. Dieser Song war mehr Prärie als Appalachen. Auch wenn ich sehr viel später erfuhr dass es sich hier um der Red River in Canada handelt und nicht der in Texsas.

Wir machen wieder einen Zeithüpfer, so ca ins Jahr 1953, ich im Bett im 1. Stock, im eigenen Zimmer, bei offener Tür , meine beiden grossen Brüder Walter und Robert, vemutlich noch im Theater oder schon im Tea Room. Diese Abwesenheit benutzte ich immer, um in ihrem Radio Musik zu hören. ( offene Tür) Unser Landessender Beromünster strahlt die Spätnachrichten aus.. - .. jetzt kommt`s das erste Stück in einer Jazzsendung ist Balsam für meine Ohren und ich sitze urplötzlich in Achtungsstellung im Bett. Ein ganzer Pulk von grauen Hirnzellen veranlassen irgendwelche Drüsen, eine Sturzflut von Glückshormonen auszuschütten. Der Grund ist unten hör- und zum ersten Mal für mich auch sichtbar.



Dies war an diesem späten Abend so etwas wie eine musikalische Hirnwäsche die mich sicher bis Heute einen weiten Bereich "meiner" Musik öffnete. New Orleans, Dixieland, Blues, Gospel, mit Leuten wie Louis Armstrong, King Oliver, Paul Barbarin, George Lewis, Kid Ory ,Sidney Bechet, Bessie Smith, Ma Rainy, Golden Gate Quartett, Mahalia Jackson, dann noch die Leute aus der Wiederbelebung des alten Jazz in den 40er und 50er Jahren aus der Frisco Bay : Bob Scobey, Lu Waters, Clancy Hayes und mein Faforit aus dieser Gegend: Turk Murphy
Aus England kamen hier in Europa wieder die ersten "altertümlichen" Klänge mit Humphry Lytelton, Chris Barber, Ken Colyer der Purist und natürlich mein Lieblings Skiffel - Sänger Lonnie Donegan.

Aus Holland kam die Dutch Swing College Band. Dies sind nur die, welche mir spontan einfallen bei einigem Nachdenken würde diese Post viel zu lang. Zum Abschluss mein besonderer Liebling aus England


Nun kommt die Metzgertaktik : Darf`s es Bitzeli meh si?



Donnerstag, 28. Juli 2011

Was hat 100 Jahre Langenthaler - Porzellan mit Discgolf zu tun

Mit dem Bopla - Open hat Urs Handte, im Rahmen der Jubiläumsfeier " 100 Jahre Langenthaler Porzellan, das erste Discgolfturnier nach Langenthal gebracht. Einige Jahre früher, hat der Turnlehrer Andreas Uhlmann die ersten 6 Körbe eingekauft und einbetoniert. Später hat die Stadt noch 3 Körbe gesetzt und an Andreas Uhlmann den Betrag für die 6 Körbe zurückerstattet.
Discgolfgeschichtlich wollen wir noch etwas weiter ausholen, zum Vater des Discgolf: “Steady” Ed Headrick (28,06, 1924 — August 12, 2002.) er liess die ersten Discgolf - spezifischen Frisbee patentieren. Er erfand auch den Korb als Ziel  und Abschluss einer Bahn, auch Loch genannt. Ein Fachbegriff, der wie viele andere, beim Ball - Golf geborgt wurden. Später hat er das Ding noch laufend verbessert. Ed hat uns, Spiel und Spasssüchtigen, Park und Wälder geöffnet, und was da in Nordamerika, Japan und Skandinavien und von da weiter nach Süden bis nach Italien, aus dem Boden wächst, sind nicht nur Champions, sondern Pilze mit Ketten.
Die Padentschrift des erste Korbes
Bild von http://www.discgolf.com/founder/
“Steady” Ed Headrick
Bild von http://www.discgolf.com/founder/










Für die Disgolf - Szene in der Schweiz waren die beiden " Motoren" Urs Handte und Paul Francz, die Pioniere. Letzterer war mehrfacher Schweizermeister und dreifacher Europameister. Zu Beginn vertrat er als einziger die Schweiz bei internationalen Wettkämpfen in den meisten Frisbee - Sportarten. Urs Handte ist der Fachhändler und immer noch, mit 168,5 m, Inhaber des Weitwurf - Schweizerrekords. In jüngerer Zeit treten vor allem Zwei hervor. Stefan Müller der 1. Plätze sammelt wie andere Heidelbeeren und  Francesco Puliafito der Senior Grandmaster mit dem besten Alters/Leistungsverhältnis. Er ist fähig noch vielen Jüngeren das Fürchten zu lernen und zudem ist er unser Discgolf - "Götti".
Nun sind wir geschichtlich wieder beim Bopla Open Ende Juli 2006. Am Morgen, dieses, für die kleine Discgolf - Scene von Langenthal, wichtigen Moment, wollten meine Frau Monika und ich schauen was da auf der Sportanlage Hard bei den komischen Kettenkörben so läuft. Wurde das Turnier doch im Amtsanzeiger angekünigt, und dadurch unsere Neugier geweckt.
Wir wurden von Urs Handte in die Mange genommen. Ergebnis: 3 gekaufte Frisbee und wir beide hatten unter kundiger Leitung von Francesco unser 1. Discgolfturnier gespielt. Des Rätzels Lösung von wegen "Götti". Resultat war unwichtig, Haupsache wir hatten mächtig Spass und uns nicht selbst die Ohren abgeschossen. Leider gingen von diesem Turnier die Resultate verloren. Monika Leu ihres Score  lag so ca. bei 105 meins so 2-3 höher, bei Franco bin ich sicher, es war 50.
Francesco hat übrigen das Turnier gegen viel jüngere Gegner gewonnen.
Schon bald ging die los getretene Lawine weiter. Unser Sohn Martin kam dazu und bald danach, versuchte sich seine Tochter Jocelyne, im Scheiben schmeissen. (Alle "Dazugekommenen"  https://sites.google.com/site/discgolfwalkaboutlangenthal/die-mittglieder-der-walkabout-langenthal )
Ende Juli, ein Jahr später, übernahm Fritz Hürzeler vom Discgolfclub Walkabout Bern, mit unserer Mithilfe, die Wiederholung des Turnier`s im Ramen des Walkiecup. Eine Tour, mit Cupcharakter, im eher regionalen Bereich, die auch für Einsteiger gut geeignet ist.
2008 im Juli wie gehabt "glich wi fährn".
2009 wurde die Langethaler Walkis, die inzwischen, wie der Name andeutet, Mitglieder der Walkabout Bern wurden, langsam flügge. Martin Leu hatte, als Kaltduscher die Idee, den Walkicup schon im Februar zu starten.
15.02.2009 ein weiterer Meilensteien auf unserem Weg. Unter der Leitung von Martin Leu steigt das erst Langenthal Open. Er wurde zudem, hinter 2 absoluten Spitzenspieler, 3.
Das Sommer Turnier des Walkiecups erhielt einen neuen Namen: longvally sunny open. Das 1. ging wieder mit Martin Leu als Turnier Direktor TD (tönt gut fast wie Zirkus Direktor) am 26.07.2009 über den Rasen. Er wurde 2.
14.02.2010 Langethal Open. Martin Leu TD und Platz 1
Weiter mit den Meilensteinen. Am 17.04.2010 wurde an der GV der Walkabot Bern folgende Änderung  beschlossen: Wir sind ein Discgolfclub Walkabout mit den beiden Sektionen Bern und Langenthal.
Im Frühling 2010 war eine Durchführung des Spring Clang auf dem Gurten nicht möglich. Das Spring Clang ist ein PDGA C Turnier und gehört zur Swiss Tour. Wir wurden um Hilfe gebeten und es wurde von beiden Walkabout Clubs in Langenthal, unter neuem Namen geplant. Da im Sommer, benannten wir es "summer clang". Christof Schlegel der Präsident der Berner - Walkies und Martin Leu bildeten ein gutes Organisation Team.
Am 27.06.2010 spielte die Elite der Schweizer - Discgolfer im Ramen der Swiss Tour das erste mal in Langenthal.
Das 1. "summer clang" brachte gleich eine Premiere. Zum ersten Mal in der Schweiz spielten wir auf 2 Parcour. Zusätzlich wurde noch ein Kurs rund ums Leichtatletikstadion aufgebaut. Martin Leu wurde 2.
In diesem Sommer gingen einige Wünsche von Martin Leu, der übrigens Vorstansmitglied der Walkabout ist, in Erfüllung. Trotz der Möglichkeit auf dem Gurten wieder ein "Spring Clang" durchführen zu können, dürfen wir, in eigener Regie, zusätzlich den 2. "summer clang" als, erstmal in Langethal, zweitägiges  Turnier durchführen. Ebenfalls ein PDGA C Turnier.  Auch wenn es ein bisschen eintönig wird: Marin Leu war TD und wurde 2. und dies bei den Master. Heinz Leu (Senior Grand Master) beendete die 5 Runden auf dem 2. Rang hinter, dem Leser schon bekannten,  Francesco Puliafito. Die bei den Damen startende Juniorin Jocelyne Leu kam auf den 3. Rang.

Erklärung: Was ist ein TD?  Der Turnier Direktor ist für die Regelkonformität des Turniers gegenüber dem Schweizerischen Discgolf Veband und bei einem PDGA Turnier zusätzlich dem Weltverband Professional Disc Golf Association, verantwortlich.
Martin Leu beim putten 
Stefan Müller nahm von TD Martin Leu die
Scorecards der 4 Finalisten entgegen










9 Tage bevor die Eidgenossenschaft ihren Geburtstag feiert, jährt sich in Form des longvally sunny open, am 24.07.2011 zu 5. mal das kleine jährliche Discgolf - Turnier, das mit dem Bopla Open begann. Wieder versuchte Martin Leu etwas Neues: 2 verschiedene Runde die je 2 mal gespielt wurden. Ihr dürft nur 2x raten auf welchem Platz Martin Leu das Turnier beendete.........richtig auf dem 2.

Dies war die Jubiläumsschrift zu 5 Jahre Discgolfturniere in Langenthal.
Gewidmet seinem Sohn Martin Leu unserem " Motor"

Samstag, 16. Oktober 2010

Sekundäre Ergebnisse in der Forschung oder einschlägiger Selbstversuch

Der Genesungsprozess ist auf guten Wegen. Die Schmerzen werden vergleichsweise angenehm.- Halt! Ich beginne wieder einmal mitten in der Geschichte.
Also, alles schön sauber geordnet und aufgelistet:
1. Die Idee: Mein Snap (Die Fähigkeit einer Scheibe eine möglichst hohe Drehzahl auf den Flug mitzugeben) beim Werfen der Disc ist sehr dürftig.  Beim googlen fand ich mehrere  Snap Trainer.
alle beruhten auf dem selben Prinzip: Eine Disc und zwei Gummiseile. Kurz entschlossen schritt ich zur Tat indem ich mit Hilfe zweier Brieden ein Theraband an einem alten Driver befestigte.
2.Die ersten Versuche Backhand  verliefen vielversprechend. Der erste Versuch Sidearm ver.......aber halt es braucht unbedingt eine etwas weiter zurückliegende Rückblende.
Etwa 4 Tage vor diesem Versuch stand ich in einem Fussballtor. Vor mir am Tor Seiteninnenrand lag die Scheibe: Save! Die Torlinie ist gleichzeitig die OB Linie. Ich setze zu einem Sidearm an und setze dabei gedankenlos mein rechter Fuss in den OB Bereich vor dem Tor. Gleich ertönt ein wildes Geschrei: " Du darfsch nid im Obi stoh" Ich ziehe schuldbewusst meinen Fuss zurück und warf. Sofort ein sehr lauter Ton, genau so wie wenn man die Hand fest an einem Torpfosten anschlägt und ein unsäglicher Schmerz betätigte  meinen Verdacht: Der Klang trügte nicht! Der Schmerz blieb und mein Daumen ist immer noch kraftlos.
So zurück in die Zukunft zu meinem ersten Sidearm Versuch mit meine Snaptrainer Prototyp.
Ich simuliere tapfer den Sidearm - Wurf und wamm! Es klingt wie wenn eine Scheibe, die energisch zwischen Nase und Mund geknallt wird und wieder bekundet der stechend Schmerz die Wahrheit.
3. Die erste Erkenntnis: Mit kraftlosem Daumen und auf der Oberseite einer Disc montiertem Gummiband kann man schmerzfrei kein Sidearm simulieren.
4. Die zweite Erkenntnis  ist die Erfahrung, was ein unbeteiligter Zuschauer fühlt, der ein Diver vor den Latz geknallt bekommt und damit verbunden der Wunsch an alle Discgolfer : Tragt Sorge zu unserer Bevölkerung!
 5. Die dritte Erkenntnis besteht in dem beruhigendem Wissen, dass das üben mit meinem Snap - Trainer sehr wohl möglich ist, indem man zum Schutz die andere Hand über die Scheibe hält.
6. Die vierte Erkenntnis, dass eine selbst geklebte Wunde, eine schönere Narbe hinterlässt, als eine von einem Arzt genähte.

Freitag, 2. April 2010

Gedanken zum alten Tag ( angestaubt) einer Serie Die Nr 2


Beim schmökern in alten Dateien aus alten Star Office Zeiten fand ich folgendes Geklön:


Gedanken zum alten Tag 10.7.2000




Die Sterbeerfahrungen eines PC



Am Nachmittag des 6. Mai,das war ein Samstag, geschah das Unfassba­re; Ich bytete so vor mich hin und half meinem Frauchen die Buchhaltung im Schuss zu halten.- Stop- ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name ist IC-W ich bin ein Waibel Computer und mein Herz schlägt 400 000 000 mal in der Sekun­de.

Zurück zu meiner Geschichte. Ich schaufle eben eine Hand voll Byte als Back Up auf die Festplatte, Da passieren in einer Nanosekunde drei Dinge: Der Strom ist weg, mein Herz steht still und mein Geist schwebt knapp unter der Zimmerdecke. Ihr glaubt es nicht, aber ich sehe mehr als Alles. Ich kann euch sagen, alles was ich sehe und erlebe, -präziser ertode,- würde Frau Kübler-Ross in helle Begeisterung versetzen.

Hier muss ich gleich eine Zwischenbemerkung machen: Wenn ihr glaubt ich übertreibe, dann habt ihr noch kein Inserat von meinem Schöp­fer gesehen. Aber eben der Apfel fällt nicht weit vom Birnebaum.

So nun stehe ich vor der schwe­ren Aufgabe einem beschränkten menschlichen Hirn zu schildern was geschah.

Sofort nach der Katastrophe sah ich gleichzei­tig, dass in meinem Kadaver, im Netzgerät, die Glassicherung durchgebrannt war und zweitens im Kopf meines Frauchen ein Kampf der linken gegen die rechte Hirnhälfte begann. Die eher ne­gative Chemie in der Linken führten zum Ent­scheid: “Was habe ich wieder gemacht“ und in der Rechten sagte die positive Chemie: „Ich habe doch nichts gemacht“. Wie, um Bill Gates Wille, können solche Geschöpfe je eine funktionierende Weltordnung schaffen. Die liessen besser uns machen. Bei uns sind die Fehler schon einge­plant. Ich sehe schon ich schweife ab. Das kommt davon wenn man versucht sich mensch­lich zu verhalten.

So wieder zur Sache. Die nächste Reaktion meines Frauchens ist wieder typisch menschlich, sie zeigen ein ausgeprägtes Netzwerkverhalten, sie rennt zu meinem Herrchen. Das ist dieser Typ der Stunden investiert und sein Hirn malträtiert nur um mich zum Absturz zu bringen. Diesmal scheint Männchen doch für einmal nicht gerade CPUlos - Pardon- hirnlos zu reagieren. Er konsul­tiert erst mal weiterführende Literatur und das nicht zu knapp. Und siehe da, was sehen meine Sensoren? Herrchen ist gedanklich auf dem rech­ten Weg. Er vermutet ganz richtig den Netzteil. Eigentlich erstaunlich für ein beschränktes Men­schenhirn.

So!- was nun in den nächsten drei Tagen ab­lief ist schlichtweg rührend. Ein Sanitäter, der bei einem verunfallten Mensch, zwei Stunden Herz­massage und Beatmung betreibt, ist ein Waisen­knabe dagegen. Er hört sich mit wachsen­dem Un­mut, immer wieder die freundliche Frauen­stimme am Telefon an die da sagt: “Diese Ruf­nummer ist Ungültig“. Dieser Trottel hat natür­lich nicht mitbekommen, dass sich die Firma Waibel klammheimlich aus der Schweiz zurückgezogen hat.

Endlich am dritten Telefon­tag, nachdem er extra eine halbe Stunde früher Mittag gemacht hatte, bekam er endlich Verbin­dung zu Waibel. Im wurde freundlich mitge­teilt, dass er auf der falschen Linie anrufe. Auf der richtigen Linie hatte er soeben angerufen. Sie wissen schon: “Diese Rufnummer ist ungültig. Doch ge­währte im Waibel gnädig noch eine Chance. "Im werde gleich zurückgerufen". Schade ist er Essen gegangen er hätte vermutlich einen neuen Welt­rekord im Anrufabwarten aufgestellt. Der Rück­ruf von Waibel kam 29 - in Worten- neunund­zwanzig- Stunden später.

Gallus sprach am Telefon: “Vermutlich das Netzteil, wir schicken ein Neues“. Mein Herrchen atmet auf, diese Sache wäre erledigt. Wenn er in die Zukunft schauen könnte wäre er am Boden zerstört.

Ich will aber nicht vorgreifen und schön auf dem Pfad bleiben. Die Tage vergehen und der Sommer zieht ins Land und ich bekomme lang­sam fast etwas wie Zuneigung zu meinem Herrchen. Es ist wirklich CPU ergreifend wie er sich mit wachsender Verzweiflung um meine Wiederbelebung sorgt und auf mein Netzteil war­tet und wartet und wartet. Endlich nach elf Tage trifft der neue Netzteil ein.

Ich muss schnell eine Zwi­schenbemerkung machen. Schon als der Netzteil noch im Paket im Postverteilzentrum Runden dreh­te, sah ich, dass das „neue“ Netz­teil auch defekt war. Wer will bloss die Trauerarbeit bei mei­nem Herrchen überneh­men, wenn er nach dem Einbau den Schaden be­merkt. Über das Ge­schehen nach dem Einbau zu be­richten währe pietätlos.

Am nächsten Morgen musste mein Frauchen bei Waibel anrufen Es ist sicher besser so, denn unendliche Trauer kann sich auch in masslose Wut verwandeln mit einem verbalen Vulkanaus­bruch am Telefonhörer. Trotzdem kann ich nicht verstehen warum die Schweizer so ein Theater um Winkelried machen. Wenn's wirklich brenz­lig wir schicken sie ja die Frauen vor.

Nicht abschweifen nicht abschweifen. So nun sind wir wieder schön auf dem Pfad. Wo sind wir verblieben? Ich sehe schon, meine Auslagerungs­datei hat gelitten, ach ja hier sind die Da­ten: Mittwoch 17.5.00. 10:16:46 Frauchen am Telefon am andern Ende sitzt Gallus und hört mit gerunzelter Stirn die Schadenmeldung. Nun sehe ich wieder einmal ein Musterbeispiel von einem der Hauptunterschiede zwischen Mensch und Computer: Beim Mensch stimmen die errechne­ten Daten nicht immer mit der Anzeige auf dem Monitor überein. Oder menschlich aus­gedrückt:Sie sagen nicht genau was sie denken.

Im Köpfchen von Gallus wirbeln alle mögli­chen und unmöglich Ursachen für den Stromaus­fall durcheinander. Trotzdem erklärt er souverän dem Frauchen: „Das neue Netzgerät muss auch defekt sein und wir schicken sofort ein Neues“. Wie recht er doch hat. Aber eben nur mit der Hälfte vom Satz. Bei Waibel kann sofort auch nie bedeuten. Das zweite Netzgerät wäre bis zum St. Nimmerleinstag bei Waibel geblie­ben, wenn nicht Frauchen 14 Tage –noch einmal in Worten um sie so schön im Munde zergehen zu lassen.-V I E R Z E H N T A G E später tele­fonisch bei Waibel auf den Tisch geklopft hätte. -Das muss man sich mal bildlich vorstellen.

So nun bin ich doch wieder vom rechten Weg abgekommen. Ich muss noch einmal zwei Tage zurück blenden. Die nun von mir gesehenen und geschilderten Ereignisse entsprechen den Tatsa­chen und stehen unter der Überschrift:TOTALE VERBLÖDUNG ODER TOTALE VERZWEIF­LUNG ?

Also zur Sache: Mein Herrchen holt Velo und Veloanhänger her­vor, packt mein Kadaver in Luftblasenplastik und transportiert ihn 2,659 Km zum Megacom Compu­ter-Chop zur dringender Repara­tur. Am andern Tag während eines sintflutartigen Wol­kenbruchs ra­delte er wieder hin um das Netzgerät und eine Stunde Arbeit zu be­zahlen, -Übrigens die Arbeit dau­erte 22 Minuten und 14 Sekunden,- mein Ka­daver wieder gut ge­polstert und wasserdicht ein­gepackt aufzuladen und mit ihm 2,660 Km heim zu radeln.(Ein Me­ter mehr weil er nicht am sel­ben Ort geparkt hat­te.)

Das Wichtigste hätte ich fast vergessen: I C H L E B E W I E D E R ! !

Und nun zum Zweitwichtigsten: Ist mein Herrchen total verblödet oder total verzweifelt oder taucht da eventuell noch eine dritte Mög­lichkeit auf? Die mich, ich muss es zugeben, ein wenig stolz macht. Der Kerl ist mir hörig!

Fassen wir doch noch einmal zu­sammen: Ein ausgewachsenes, mün­diges, menschliches Wesen fährt mit einem Computerkadaver, zum Teil im strömendem Regen, über fünf Ki­lometer mit dem Veloanhänger in der Gegend herum.

Weiter, -obschon er das Netzgerät schon ein­mal in dreissig Minuten ausgewechselt hat-, be­zahlt er eine Stunde Arbeit und bezahlt noch obendrein ein neues Netzgerät das er sowieso gratis zugute hätte. Schliesslich war die dreijähri­ge Super-Power-Waibel-Garan­tie eine der Haupt­gründe mich zu kaufen.

Ein weiteres Indiz ist die fast krankhafte Angst ich könnte mich aus dem Netz mit Vieren anstecken Seine Bemühungen das zu verhindern sind einfach rührend.

Da ich inzwischen im Kanton Bern heimisch ge­worden bin, möchte ich dankbar mit dem Aus­spruch schliessen: „Mir wei nid grüble“

Beinahe hätte ich noch etwas Wichtiges aus dem Speicher verloren: Zwei Ta­ge nach der Re­paratur kam des zweite Netzteil von Waibel und am 9.7.00 erhielt mein Herrchen von Waibel eine Mahnung für zwei Netzgeräte!


Dienstag, 2. März 2010

" Gedanken zum alten Tag" ( Aus grauer Vorzeit) Der Start eine Serie

22.8.99 Gedanken zum alten Tag Sonderbeilage zum Leuehüsli 
  Als wir heute morgen mit unserem Motorrad unterwegs waren, Richtung Willisau, gingen mir einige nicht besonders positive Gedanken durch den Kopf. Warum will, über die gestern begonne­ne Schweizermeisterschaft im Goldwaschen, kei­ne rechte Freude aufkommen? Am Fehlen von Ogi kann es so wenig liegen, wie an meinem Ausscheiden in der ersten Runde. Beides war ab­solut zu erwarten. Die ganze Atmosphäre war nicht wie in andern Jahren. Vielleicht fehlt uns nur das Feuer der ersten Begeisterung. Oder es liegt an der etwas lockeren Organisation. Eigent­lich hatten wir schon mühe mit dem Anmelden. So was währe vor vier Jahre noch ganz anders gewesen. Als wir auf dem Wettkampfplatz eintrafen war noch alles etwas „schlofsturm“. Wir wurden den Eindruck nicht los dass wir zu früh sind. Also erst mal abwarten bis die Startliste des Frauen­halbfinal angeschlagen ist, um auf der Natur- Tribüne den Platz zu sichern. Mit dem Rucksack auf einer Holzbank in der Höhe von Monikas Startplatz. Beim Zuschauen des Viertelfinal der Herren stieg auch der Grad unserer Nervosität. Die lan­gen Stiefel an den unruhigen Füssen und die sich drehende Pfanne in den zitternden Händen war­tet Monika auf ihren Halbfinal. Doch ich glaube meine Schmetterlinge im Bauch sind noch mun­terer. Endlich kann sie einmarschie­ren; Startnummer fassen; Sandkessel mit Glas­röhrli zum Wasserkü­bel schleppen; Glas­röhrli mit Wasser fül­len; das Ganze weiter schleppen zum Wasch­basin. Nach den ble­chernen Worten aus den Lautsprechern: “Ready go“ kann Mo­nika etwas von der an­gestauter Spannung in Bewegung umwandeln. In ihrer gewohnten ru­hig sicheren Art „sepa­riert“ sie zirka 7 Liter Sand und Kies von 7 klei­nen Goldflitter und das in etwas mehr als neun Minuten. Nach dem Schlangenstehen am Kontrolltisch, Flitter zählen, zitterig unter­schreiben, folgt das ner­vige Warten auf die Re­sultatliste. Als sie hing, folgte nach dem lesen, ein strahlendes Aufat­men;
Monika ist im Final!
Etwas entspannter verfolgen wir den Halbfinal der Herren. Nun ist essen und eine Telefonrunde angesagt. Mit Hilfe des Handy versammeln wir die Fangemeinde: Gross- Pflege- und andere Kinder sollten zur Verschönerung des Tages beim Damenfinal dabei sein. Das Essen besor­gen wir im Städtli. Nach einem Preis und Menü Vergleich entschliessen wir uns für einen Sied­fleischsalat mit allem drum und dran. Wir warte­ten so lang wie er gut war. Rate mal, das Schlüs­selwort heist „sehr“.Zurück am Waschplatz be­gann das Spiel „JEDESTO“, das wir schon seit gestern spielten, von neuem. Die Regeln sind sehr einfach „je“ näher der Wettkampf „desto“nervöser muss man werden. Bald war Monika`s Fangemeinde versammelt und die Gummistiefel eine Runde zu früh an den Füsse. Irritiert durch Stettler`s Wettkampfphilosophie war Monika zuerst verunsichert. Meine dummen Sprüche vor laufender TV-Kamera: „frühzeitig Schweizermeisterin aufnehmen“ und so, oder: „ich durfte der Schweizermeisterin die Stiefel waschen“, brachten Monika Bonuspunkte fürs JEDESTO-Spiel. Um den (die) geneigte (n) Leser- (in) nicht län­ger auf die Folter zu spannen : Final - 8 Minuten 40 Sekunde - 11 Flit­ter - Monika = Schweizermeisterin 1999 und damit in diesem Jahrtausend nicht mehr zu schla­gen. Diese Auflistung der Ereignisse ist so ziemlich das Gegen­teil von dem was bei uns für den Rest des Tages ablief. Jedes Detail wurde immer wieder beredet: Wie und warum und wo­durch es so kam wie es eben kam. Am Abend spät kam es mir so vor, wie wenn wir diesen Tag durch ständiges Wiederho­len, für immer im Hirn verankern müssten. So wie früher in der Schule das Gedicht „Die Bürg­schaft“ von Schiller.
Scharf Beobachtet

Beim Lädeli - Ent­schuldigung - Shop- sah ich ein interessantes Nummernschild an einem österrei­chischen Wa­gen. W – YUKON XXS   Später beobachtete ich den Besitzer des Wagens beim Teamwettkampf. Er sass im Grass und wartet auf seinen Einsatz. Nun holt er seine Lesebrille hervor und putzt sie - versorgt sie im Etui- holt sie hervor - setzt sie auf - versorgt sie - holt sie wieder hervor - putzt sie - setzt sie auf - versorgt sie im Etui und versorgt das Etui in der Brusttasche vom T-Shirt, und das immer und im­mer wieder, bis die Erkenntnis, durch den dich­ten Nebel aus lauter Nervosität, zu seinem Hirn durchdrang: dass T-Shirts keine Brusttaschen haben. Dieser Mann hätte bei einem JEDESTO - Wettbewerb glatt den ersten Preis gewonnen.
Der Nachwuchs war auch schon recht tüchtig und hat tolle Brocken ausgewaschen leider fehlt ihm noch die Goldbroce um die Dinger anzuma­len.
Das Letzte
Nicht nur Indianer kennen keine Schmerzen, sondern auch Jurymitglieder an Goldwaschmei­sterschaften. Wie aus schlecht unterrichteten Kreisen bekannt wurde, konsultierte ein Mitglied erst nach Sonnenuntergang heimlich einen Arzt. Er hatte beim demonstrieren der neuen „Röhr­chen-in-die-Pfanne-Hände-weg-Regel“ den Arm ausgekugelt.

Diese Gedanken stammen vom Ehemann der neuen Schweizermeisterin: Heinz "langarm" Leu. ( langarm wurde in der Neuzeit eingefügt) So das war nun wirklich das Allerletzte.