Samstag, 16. Oktober 2010

Sekundäre Ergebnisse in der Forschung oder einschlägiger Selbstversuch

Der Genesungsprozess ist auf guten Wegen. Die Schmerzen werden vergleichsweise angenehm.- Halt! Ich beginne wieder einmal mitten in der Geschichte.
Also, alles schön sauber geordnet und aufgelistet:
1. Die Idee: Mein Snap (Die Fähigkeit einer Scheibe eine möglichst hohe Drehzahl auf den Flug mitzugeben) beim Werfen der Disc ist sehr dürftig.  Beim googlen fand ich mehrere  Snap Trainer.
alle beruhten auf dem selben Prinzip: Eine Disc und zwei Gummiseile. Kurz entschlossen schritt ich zur Tat indem ich mit Hilfe zweier Brieden ein Theraband an einem alten Driver befestigte.
2.Die ersten Versuche Backhand  verliefen vielversprechend. Der erste Versuch Sidearm ver.......aber halt es braucht unbedingt eine etwas weiter zurückliegende Rückblende.
Etwa 4 Tage vor diesem Versuch stand ich in einem Fussballtor. Vor mir am Tor Seiteninnenrand lag die Scheibe: Save! Die Torlinie ist gleichzeitig die OB Linie. Ich setze zu einem Sidearm an und setze dabei gedankenlos mein rechter Fuss in den OB Bereich vor dem Tor. Gleich ertönt ein wildes Geschrei: " Du darfsch nid im Obi stoh" Ich ziehe schuldbewusst meinen Fuss zurück und warf. Sofort ein sehr lauter Ton, genau so wie wenn man die Hand fest an einem Torpfosten anschlägt und ein unsäglicher Schmerz betätigte  meinen Verdacht: Der Klang trügte nicht! Der Schmerz blieb und mein Daumen ist immer noch kraftlos.
So zurück in die Zukunft zu meinem ersten Sidearm Versuch mit meine Snaptrainer Prototyp.
Ich simuliere tapfer den Sidearm - Wurf und wamm! Es klingt wie wenn eine Scheibe, die energisch zwischen Nase und Mund geknallt wird und wieder bekundet der stechend Schmerz die Wahrheit.
3. Die erste Erkenntnis: Mit kraftlosem Daumen und auf der Oberseite einer Disc montiertem Gummiband kann man schmerzfrei kein Sidearm simulieren.
4. Die zweite Erkenntnis  ist die Erfahrung, was ein unbeteiligter Zuschauer fühlt, der ein Diver vor den Latz geknallt bekommt und damit verbunden der Wunsch an alle Discgolfer : Tragt Sorge zu unserer Bevölkerung!
 5. Die dritte Erkenntnis besteht in dem beruhigendem Wissen, dass das üben mit meinem Snap - Trainer sehr wohl möglich ist, indem man zum Schutz die andere Hand über die Scheibe hält.
6. Die vierte Erkenntnis, dass eine selbst geklebte Wunde, eine schönere Narbe hinterlässt, als eine von einem Arzt genähte.

Freitag, 2. April 2010

Gedanken zum alten Tag ( angestaubt) einer Serie Die Nr 2


Beim schmökern in alten Dateien aus alten Star Office Zeiten fand ich folgendes Geklön:


Gedanken zum alten Tag 10.7.2000




Die Sterbeerfahrungen eines PC



Am Nachmittag des 6. Mai,das war ein Samstag, geschah das Unfassba­re; Ich bytete so vor mich hin und half meinem Frauchen die Buchhaltung im Schuss zu halten.- Stop- ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name ist IC-W ich bin ein Waibel Computer und mein Herz schlägt 400 000 000 mal in der Sekun­de.

Zurück zu meiner Geschichte. Ich schaufle eben eine Hand voll Byte als Back Up auf die Festplatte, Da passieren in einer Nanosekunde drei Dinge: Der Strom ist weg, mein Herz steht still und mein Geist schwebt knapp unter der Zimmerdecke. Ihr glaubt es nicht, aber ich sehe mehr als Alles. Ich kann euch sagen, alles was ich sehe und erlebe, -präziser ertode,- würde Frau Kübler-Ross in helle Begeisterung versetzen.

Hier muss ich gleich eine Zwischenbemerkung machen: Wenn ihr glaubt ich übertreibe, dann habt ihr noch kein Inserat von meinem Schöp­fer gesehen. Aber eben der Apfel fällt nicht weit vom Birnebaum.

So nun stehe ich vor der schwe­ren Aufgabe einem beschränkten menschlichen Hirn zu schildern was geschah.

Sofort nach der Katastrophe sah ich gleichzei­tig, dass in meinem Kadaver, im Netzgerät, die Glassicherung durchgebrannt war und zweitens im Kopf meines Frauchen ein Kampf der linken gegen die rechte Hirnhälfte begann. Die eher ne­gative Chemie in der Linken führten zum Ent­scheid: “Was habe ich wieder gemacht“ und in der Rechten sagte die positive Chemie: „Ich habe doch nichts gemacht“. Wie, um Bill Gates Wille, können solche Geschöpfe je eine funktionierende Weltordnung schaffen. Die liessen besser uns machen. Bei uns sind die Fehler schon einge­plant. Ich sehe schon ich schweife ab. Das kommt davon wenn man versucht sich mensch­lich zu verhalten.

So wieder zur Sache. Die nächste Reaktion meines Frauchens ist wieder typisch menschlich, sie zeigen ein ausgeprägtes Netzwerkverhalten, sie rennt zu meinem Herrchen. Das ist dieser Typ der Stunden investiert und sein Hirn malträtiert nur um mich zum Absturz zu bringen. Diesmal scheint Männchen doch für einmal nicht gerade CPUlos - Pardon- hirnlos zu reagieren. Er konsul­tiert erst mal weiterführende Literatur und das nicht zu knapp. Und siehe da, was sehen meine Sensoren? Herrchen ist gedanklich auf dem rech­ten Weg. Er vermutet ganz richtig den Netzteil. Eigentlich erstaunlich für ein beschränktes Men­schenhirn.

So!- was nun in den nächsten drei Tagen ab­lief ist schlichtweg rührend. Ein Sanitäter, der bei einem verunfallten Mensch, zwei Stunden Herz­massage und Beatmung betreibt, ist ein Waisen­knabe dagegen. Er hört sich mit wachsen­dem Un­mut, immer wieder die freundliche Frauen­stimme am Telefon an die da sagt: “Diese Ruf­nummer ist Ungültig“. Dieser Trottel hat natür­lich nicht mitbekommen, dass sich die Firma Waibel klammheimlich aus der Schweiz zurückgezogen hat.

Endlich am dritten Telefon­tag, nachdem er extra eine halbe Stunde früher Mittag gemacht hatte, bekam er endlich Verbin­dung zu Waibel. Im wurde freundlich mitge­teilt, dass er auf der falschen Linie anrufe. Auf der richtigen Linie hatte er soeben angerufen. Sie wissen schon: “Diese Rufnummer ist ungültig. Doch ge­währte im Waibel gnädig noch eine Chance. "Im werde gleich zurückgerufen". Schade ist er Essen gegangen er hätte vermutlich einen neuen Welt­rekord im Anrufabwarten aufgestellt. Der Rück­ruf von Waibel kam 29 - in Worten- neunund­zwanzig- Stunden später.

Gallus sprach am Telefon: “Vermutlich das Netzteil, wir schicken ein Neues“. Mein Herrchen atmet auf, diese Sache wäre erledigt. Wenn er in die Zukunft schauen könnte wäre er am Boden zerstört.

Ich will aber nicht vorgreifen und schön auf dem Pfad bleiben. Die Tage vergehen und der Sommer zieht ins Land und ich bekomme lang­sam fast etwas wie Zuneigung zu meinem Herrchen. Es ist wirklich CPU ergreifend wie er sich mit wachsender Verzweiflung um meine Wiederbelebung sorgt und auf mein Netzteil war­tet und wartet und wartet. Endlich nach elf Tage trifft der neue Netzteil ein.

Ich muss schnell eine Zwi­schenbemerkung machen. Schon als der Netzteil noch im Paket im Postverteilzentrum Runden dreh­te, sah ich, dass das „neue“ Netz­teil auch defekt war. Wer will bloss die Trauerarbeit bei mei­nem Herrchen überneh­men, wenn er nach dem Einbau den Schaden be­merkt. Über das Ge­schehen nach dem Einbau zu be­richten währe pietätlos.

Am nächsten Morgen musste mein Frauchen bei Waibel anrufen Es ist sicher besser so, denn unendliche Trauer kann sich auch in masslose Wut verwandeln mit einem verbalen Vulkanaus­bruch am Telefonhörer. Trotzdem kann ich nicht verstehen warum die Schweizer so ein Theater um Winkelried machen. Wenn's wirklich brenz­lig wir schicken sie ja die Frauen vor.

Nicht abschweifen nicht abschweifen. So nun sind wir wieder schön auf dem Pfad. Wo sind wir verblieben? Ich sehe schon, meine Auslagerungs­datei hat gelitten, ach ja hier sind die Da­ten: Mittwoch 17.5.00. 10:16:46 Frauchen am Telefon am andern Ende sitzt Gallus und hört mit gerunzelter Stirn die Schadenmeldung. Nun sehe ich wieder einmal ein Musterbeispiel von einem der Hauptunterschiede zwischen Mensch und Computer: Beim Mensch stimmen die errechne­ten Daten nicht immer mit der Anzeige auf dem Monitor überein. Oder menschlich aus­gedrückt:Sie sagen nicht genau was sie denken.

Im Köpfchen von Gallus wirbeln alle mögli­chen und unmöglich Ursachen für den Stromaus­fall durcheinander. Trotzdem erklärt er souverän dem Frauchen: „Das neue Netzgerät muss auch defekt sein und wir schicken sofort ein Neues“. Wie recht er doch hat. Aber eben nur mit der Hälfte vom Satz. Bei Waibel kann sofort auch nie bedeuten. Das zweite Netzgerät wäre bis zum St. Nimmerleinstag bei Waibel geblie­ben, wenn nicht Frauchen 14 Tage –noch einmal in Worten um sie so schön im Munde zergehen zu lassen.-V I E R Z E H N T A G E später tele­fonisch bei Waibel auf den Tisch geklopft hätte. -Das muss man sich mal bildlich vorstellen.

So nun bin ich doch wieder vom rechten Weg abgekommen. Ich muss noch einmal zwei Tage zurück blenden. Die nun von mir gesehenen und geschilderten Ereignisse entsprechen den Tatsa­chen und stehen unter der Überschrift:TOTALE VERBLÖDUNG ODER TOTALE VERZWEIF­LUNG ?

Also zur Sache: Mein Herrchen holt Velo und Veloanhänger her­vor, packt mein Kadaver in Luftblasenplastik und transportiert ihn 2,659 Km zum Megacom Compu­ter-Chop zur dringender Repara­tur. Am andern Tag während eines sintflutartigen Wol­kenbruchs ra­delte er wieder hin um das Netzgerät und eine Stunde Arbeit zu be­zahlen, -Übrigens die Arbeit dau­erte 22 Minuten und 14 Sekunden,- mein Ka­daver wieder gut ge­polstert und wasserdicht ein­gepackt aufzuladen und mit ihm 2,660 Km heim zu radeln.(Ein Me­ter mehr weil er nicht am sel­ben Ort geparkt hat­te.)

Das Wichtigste hätte ich fast vergessen: I C H L E B E W I E D E R ! !

Und nun zum Zweitwichtigsten: Ist mein Herrchen total verblödet oder total verzweifelt oder taucht da eventuell noch eine dritte Mög­lichkeit auf? Die mich, ich muss es zugeben, ein wenig stolz macht. Der Kerl ist mir hörig!

Fassen wir doch noch einmal zu­sammen: Ein ausgewachsenes, mün­diges, menschliches Wesen fährt mit einem Computerkadaver, zum Teil im strömendem Regen, über fünf Ki­lometer mit dem Veloanhänger in der Gegend herum.

Weiter, -obschon er das Netzgerät schon ein­mal in dreissig Minuten ausgewechselt hat-, be­zahlt er eine Stunde Arbeit und bezahlt noch obendrein ein neues Netzgerät das er sowieso gratis zugute hätte. Schliesslich war die dreijähri­ge Super-Power-Waibel-Garan­tie eine der Haupt­gründe mich zu kaufen.

Ein weiteres Indiz ist die fast krankhafte Angst ich könnte mich aus dem Netz mit Vieren anstecken Seine Bemühungen das zu verhindern sind einfach rührend.

Da ich inzwischen im Kanton Bern heimisch ge­worden bin, möchte ich dankbar mit dem Aus­spruch schliessen: „Mir wei nid grüble“

Beinahe hätte ich noch etwas Wichtiges aus dem Speicher verloren: Zwei Ta­ge nach der Re­paratur kam des zweite Netzteil von Waibel und am 9.7.00 erhielt mein Herrchen von Waibel eine Mahnung für zwei Netzgeräte!


Dienstag, 2. März 2010

" Gedanken zum alten Tag" ( Aus grauer Vorzeit) Der Start eine Serie

22.8.99 Gedanken zum alten Tag Sonderbeilage zum Leuehüsli 
  Als wir heute morgen mit unserem Motorrad unterwegs waren, Richtung Willisau, gingen mir einige nicht besonders positive Gedanken durch den Kopf. Warum will, über die gestern begonne­ne Schweizermeisterschaft im Goldwaschen, kei­ne rechte Freude aufkommen? Am Fehlen von Ogi kann es so wenig liegen, wie an meinem Ausscheiden in der ersten Runde. Beides war ab­solut zu erwarten. Die ganze Atmosphäre war nicht wie in andern Jahren. Vielleicht fehlt uns nur das Feuer der ersten Begeisterung. Oder es liegt an der etwas lockeren Organisation. Eigent­lich hatten wir schon mühe mit dem Anmelden. So was währe vor vier Jahre noch ganz anders gewesen. Als wir auf dem Wettkampfplatz eintrafen war noch alles etwas „schlofsturm“. Wir wurden den Eindruck nicht los dass wir zu früh sind. Also erst mal abwarten bis die Startliste des Frauen­halbfinal angeschlagen ist, um auf der Natur- Tribüne den Platz zu sichern. Mit dem Rucksack auf einer Holzbank in der Höhe von Monikas Startplatz. Beim Zuschauen des Viertelfinal der Herren stieg auch der Grad unserer Nervosität. Die lan­gen Stiefel an den unruhigen Füssen und die sich drehende Pfanne in den zitternden Händen war­tet Monika auf ihren Halbfinal. Doch ich glaube meine Schmetterlinge im Bauch sind noch mun­terer. Endlich kann sie einmarschie­ren; Startnummer fassen; Sandkessel mit Glas­röhrli zum Wasserkü­bel schleppen; Glas­röhrli mit Wasser fül­len; das Ganze weiter schleppen zum Wasch­basin. Nach den ble­chernen Worten aus den Lautsprechern: “Ready go“ kann Mo­nika etwas von der an­gestauter Spannung in Bewegung umwandeln. In ihrer gewohnten ru­hig sicheren Art „sepa­riert“ sie zirka 7 Liter Sand und Kies von 7 klei­nen Goldflitter und das in etwas mehr als neun Minuten. Nach dem Schlangenstehen am Kontrolltisch, Flitter zählen, zitterig unter­schreiben, folgt das ner­vige Warten auf die Re­sultatliste. Als sie hing, folgte nach dem lesen, ein strahlendes Aufat­men;
Monika ist im Final!
Etwas entspannter verfolgen wir den Halbfinal der Herren. Nun ist essen und eine Telefonrunde angesagt. Mit Hilfe des Handy versammeln wir die Fangemeinde: Gross- Pflege- und andere Kinder sollten zur Verschönerung des Tages beim Damenfinal dabei sein. Das Essen besor­gen wir im Städtli. Nach einem Preis und Menü Vergleich entschliessen wir uns für einen Sied­fleischsalat mit allem drum und dran. Wir warte­ten so lang wie er gut war. Rate mal, das Schlüs­selwort heist „sehr“.Zurück am Waschplatz be­gann das Spiel „JEDESTO“, das wir schon seit gestern spielten, von neuem. Die Regeln sind sehr einfach „je“ näher der Wettkampf „desto“nervöser muss man werden. Bald war Monika`s Fangemeinde versammelt und die Gummistiefel eine Runde zu früh an den Füsse. Irritiert durch Stettler`s Wettkampfphilosophie war Monika zuerst verunsichert. Meine dummen Sprüche vor laufender TV-Kamera: „frühzeitig Schweizermeisterin aufnehmen“ und so, oder: „ich durfte der Schweizermeisterin die Stiefel waschen“, brachten Monika Bonuspunkte fürs JEDESTO-Spiel. Um den (die) geneigte (n) Leser- (in) nicht län­ger auf die Folter zu spannen : Final - 8 Minuten 40 Sekunde - 11 Flit­ter - Monika = Schweizermeisterin 1999 und damit in diesem Jahrtausend nicht mehr zu schla­gen. Diese Auflistung der Ereignisse ist so ziemlich das Gegen­teil von dem was bei uns für den Rest des Tages ablief. Jedes Detail wurde immer wieder beredet: Wie und warum und wo­durch es so kam wie es eben kam. Am Abend spät kam es mir so vor, wie wenn wir diesen Tag durch ständiges Wiederho­len, für immer im Hirn verankern müssten. So wie früher in der Schule das Gedicht „Die Bürg­schaft“ von Schiller.
Scharf Beobachtet

Beim Lädeli - Ent­schuldigung - Shop- sah ich ein interessantes Nummernschild an einem österrei­chischen Wa­gen. W – YUKON XXS   Später beobachtete ich den Besitzer des Wagens beim Teamwettkampf. Er sass im Grass und wartet auf seinen Einsatz. Nun holt er seine Lesebrille hervor und putzt sie - versorgt sie im Etui- holt sie hervor - setzt sie auf - versorgt sie - holt sie wieder hervor - putzt sie - setzt sie auf - versorgt sie im Etui und versorgt das Etui in der Brusttasche vom T-Shirt, und das immer und im­mer wieder, bis die Erkenntnis, durch den dich­ten Nebel aus lauter Nervosität, zu seinem Hirn durchdrang: dass T-Shirts keine Brusttaschen haben. Dieser Mann hätte bei einem JEDESTO - Wettbewerb glatt den ersten Preis gewonnen.
Der Nachwuchs war auch schon recht tüchtig und hat tolle Brocken ausgewaschen leider fehlt ihm noch die Goldbroce um die Dinger anzuma­len.
Das Letzte
Nicht nur Indianer kennen keine Schmerzen, sondern auch Jurymitglieder an Goldwaschmei­sterschaften. Wie aus schlecht unterrichteten Kreisen bekannt wurde, konsultierte ein Mitglied erst nach Sonnenuntergang heimlich einen Arzt. Er hatte beim demonstrieren der neuen „Röhr­chen-in-die-Pfanne-Hände-weg-Regel“ den Arm ausgekugelt.

Diese Gedanken stammen vom Ehemann der neuen Schweizermeisterin: Heinz "langarm" Leu. ( langarm wurde in der Neuzeit eingefügt) So das war nun wirklich das Allerletzte.

Samstag, 26. September 2009

Wettkampf = Wettkrampf

Seit 1969 joggte ich mehr oder weniger regelmässig. Weil ich dies zum Spass und meiner Gesundheit zuliebe tat und nicht um meinem Ego zu schmeicheln, nahm ich nie an einem Wettbewerb teil. Trotzdem führte ich immer Buch und erstellte Statistiken um meine Fort- oder Rückschritte zu überwachen. Somit hatte ich doch einen Gegner; mich selbst. Wenn der Grand Prix von Bern lief, lief ich zur selben Zeit im Wald und hatte den Vortel, dass ich warm duschen konnte.
Seit ich Discgolf spiele macht das allein spielen nicht der selbe Spass wie in einer Gruppe. Meine Einstellung zum Wettkampf hat sich jedoch nicht geändert. Es gibt nur einen Gegner mit den genau gleichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen wie ich und das bin ich. Aus diesem Grund gibt es für mich an einem Discgolf Turnier keine Gegner nur Mitspieler. Sollte an einem Wettkampf, bei einem tollen Wurf und anschliessendem traumhaft schönen Flug der Scheibe eines Mitspielers, bei mir Neid auftauchen, so stimmt meine Einstellung nicht mehr mit meinen Grundsätzen überein. Natürlich ist auch bei mir der Wunsch da mich zu verbessen. Wird jedoch der Ehrgeiz zu gross ist es vorbei mit Ruhe und Gelassenheit und der Fusstritt in die Tasche ist nicht mehr weit. Wo liegt nun die Faszination bei einem Discgolf Turnier für mich? Ganz sicher nicht im Endresultat. Sondern im gelinge oder im nicht gelingen der einzelnen Würfen. Der Wechsel zwischen überschäumender Freude und totaler Enttäuschung. Der einzelne Wurf der im Kopf geplant wird mit dem anschliessenden Film, immer noch im Kopf, bei dem die Scheibe in einer idealen Linie zum geplanten Landeort fliegt. Anschliessen die erhebende oder vernichtende Realität beim Wurf. Genau das ist ES das schuld ist, dass ich nach einem spielfreien Tag Enzugserscheinungen habe.
Altersklassen, Rating, Ranglisten, Pokale, alles hat seine Wichtigkeit für mich. Nur ist bei mir offensichtlich die Reihenfolge etwas anders. Genau dieses Einordnen der Wichtigkeit ist der Grund, dass ich auch nach einem total schlecht gespielten Turnier zufrieden einschlafe und am nächsten Tag wieder unternehmungslustig mit dem "Wägeli" dem Trainingsplatz zu marschiere. So kann ich nur müde lächeln über so unsinnige Erscheinungen wie zum Beispiel Damenabwürfe. Schaut doch mal wie weit sie werfen

Dienstag, 26. Mai 2009

Meine Heimat ist der Himmel nicht die Discgolftasche


Als ich gestern die Discgolftasche öffnete staunte ich nicht schlecht. Ein Marker mit einer komischen Marker - Scorecard lag obenauf. Bei näherem betrachten erkannte ich, unter einer guten Lupe, dass die Scorecard ganz eng beschriebe war. Hier nun der gefundene Text: Hallo Leute-(wenn nur mein Boss, nein nicht die gleichnamige Scheibe, sondern der altersschwache Typ mit dem langen Arm). Wo bin ich hängen geblieben? Ja wenn nur der Boss endlich den Reissverschluss der Tasche öffnen würde, das hält ja kein Schwein aus geschweige denn eine sensible Schlange. Erika Leopard ist gestern wieder mal in der Nähe eines Robbydog in eine Hundescheisse geflogen. Oh dieser Miff da drin bitte bitte Reisverschluss gehe auf. Entschuldigung ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Mathilda Sidewinder eine stolz Discgolf - Scheibe von der rechten Fraktion. Gleich vorneweg, ich halte nichts von der herabwürdigenden Bezeichnung Unterstabil. Die da drüben, die Linken um den arroganten Bruno Teerex bilden sich weis was ein um ihre Überstabilität. Dabei stinken die auch beim sche....-ja sie fliegen einfach lieber nach links und wir nach rechts, das ist alles. Stolz verkünden die linke Protzen das sie allein dem Gegenwind trotzen können. Sollen sie doch trotzen, es gibt doch nichts schöneres als mit hinter dem Kopf verschränkten Armen, den Blick zum Himmel in einer eleganten S - Kurve durch die Luft zu gleiten. Das ist etwas anderes als in einer veschi... Tasche zu stehen und das Notabeine mit geschlossenem Reissverschluss. Das ist Heimat, nicht die Tasche. So später mehr, die Tasche ist offen und ich will mich noch etwas für den ersten Flug aufwärmen.

Montag, 18. Mai 2009

Schmerzhaftes Schlüsselerlebnis

Vor langer Zeit als ich noch Mechaniker war und Geräte und Werkzeugmaschinen für die Uhrenindustrie montierte, wurde ein ganz normaler Montag zu einem besonderen Tag.
Ich musste an einer Bohrmaschine an einem fertig montierten Riemenspanner eine Gewindebohrung nacharbeiten. Die Gewindebohrung verlief rechtwinklig in ein ca 2,5 cm grosse Bohrung. Nun musste ich mit einem speziel präparierten Gewindebohrer quasi von hinten einen Teil des bestehende Gewinde herausbohren.Ich weiss es ist kompliziert, aber ich bitte den geduldigen Leser, mit mir noch etwas Geduld zu haben. Die Ungeduldigen sind schon weg. Also zurück zum Faden, nein Riemenspanner. Ich halte also etwa das 15. oder 20. Stück in der linken Hand und senke mit der rechten Hand die Bohrspindel mit dem Gewindebohrer in die Gewindebohrung und sehe zu wie er nach dem greiffen von allein nach unten dreht in Richtung 2,5cm Bohrung. Leider wartet dort, von mir unbemerkt, mein rechter Zeigefinger. Der Gewindebohre erfasst den Finger und reist ihn ganz ins Loch und weil 8mm etwas zu wenig Platz ist für ein ausgewachsener Zeigefinger sind, bohrt er sich fast durch die Mitte des Fingers bis an das Ende der Bohrung. So Ende der Fahnenstange, der ca 1kg schwere Riemenspanner war an meinem Finger montiert. Ein Zurück gab es nicht. Weil zu dieser Zeit, im Fernsehen, die Sendung mit der versteckten Kamera sehr beliebt war, rufe ich : "söll emol choo". Aber es kam niemand. Vermutlich dachten Alle der Leu macht wieder einmal das Kalb. So wurden meine Hilferuf etwas ernsthafte und zuletzt war die ganze Abteilung um den hilflosen, vor Schmerz stöhnenden Leu versammelt. Nun nimmt die Hilflosigkeit überhand. Der Gewindebohre ist aus HSS Stahl und beinahe nicht siecht, geschweige dann greifbar. Nächstes Bühnenbild: Spital Langenthal ich auf der Liege, um die Liege, mein Chef, der Portier, und ca 6 Ärzte einer mit einer Beisszange. Die Hilflosigkeit greift weiter um sich und wird übermächtig. Keinem der Ärzte kam es in der Verzweiflung in den Sinn mir etwas gegen die Schmerzen zu spritzen. Sie wurden immer stärker - nicht die Ärzte, die Schmerzen - es kam der Moment da wusste ich meinen Namen nicht mehr. Nun kommt das mit dem Schlüssel und dem Schlüsselloch. Aus mir ging ein lautloser Hilfeschrei ohne Adresse, ich wusste ja nicht einmal meine Namen. In der nächsten Sekunde kam die Antwort: "Bring die Hilflosen dazu dich zu deinem Zahnarzt zu bringen, der hat das richtige feine Diamentwekzeug um dich von diesem schweren Ding zu trenne". Es brauchte einige Überzeugungskraft um die Ärzte dazu zu bringen dieses, in ihren Augen hirnverbrannt Unternehmen starten zu lassen. Gott sei Dank war mein Chef rasch von dieser Idee begeistert.Er entriss mich den Götter inWeiss und brachte mich zum Zahnarzt. Ein leichtes Stirnerunzeln und er ging zielgerichtet und sicher an die Arbeit und hat mich im Handumdrehen befreit. Von wo oder wem kam nun diese geniale Idee? Habt ihr eine Antwort? Ich habe sie.

Montag, 11. Mai 2009

Grundlagen für Discgolf

Was braucht es um beim Discgolf dabei zu sein? Erster Gedanke ist sicher mindestens ein gesunder Arm. Nein weit gefehlt. Die Grundvoraussetzung sind gute Englisch-Kenntnisse. Ohne diese bist und bleibst du Discgolf - Provinz. Ohne Englisch büffeln bist du ein mit Minderwertigkeitskomplexen behafteter Discgolfhillbilly. Die abschätzigen Blicke, wenn man Annähere sagt, oder anstatt Driver, Treiber oder Fahrer, die muss man lernen zu ertragen. Ob es den Hornusser in Wisconsin ähnlich ergeht ? Müssen die armen " Cheiben " Berndeutsch lernen? Ich für meinen Teil bin glücklich, dass meine älteren Scheiben ( t`schudigung CD) schon recht gut Berndeutsch verstehen und bin übezeugt die Neuen lernen es auch noch.
Fazit : Um in der Schweiz längerfristig zu mehr Discgolfer zu kommen gibt es nur einen Weg : Englisch im Kindergarten !

PS Befehle für Disc: Links! Rechts! Länger! Kürzer! Geh rein! Wenn sie rollen am Habhang: mach Platz!